Lübeln 2
29482 Küsten
Bis ins 19. Jahrhundert verfügten Rundlingsdörfer im Wendland neben ihren Hofstellen über gemeinschaftlich genutzte Flächen außerhalb des Dorfes. Diese Gärten dienten primär der eigenen Versorgung mit Gemüse. Mit der Agrarreform und der fortschreitenden Industrialisierung veränderten sich diese Strukturen grundlegend.
Heute erfolgt die Lebensmittelversorgung für die meisten Menschen über den Einkauf im Supermarkt. Globalisierung und industrielle Landwirtschaft haben volle Regale und eine nie dagewesene Produktvielfalt selbstverständlich erscheinen lassen.
Gleichzeitig wächst – gerade im Wendland – bei vielen Menschen der Wunsch nach regionaler, saisonaler und transparent erzeugter Nahrung. Initiativen wie die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi) knüpfen an alte Ideen gemeinschaftlicher Verantwortung für Anbau und Ernte an: Verbraucherinnen und Verbraucher tragen gemeinsam die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs und teilen sich im Gegenzug die Ernte.
Das ehrenamtliche Gartenteam des Rundlingsvereins möchte der Frage nachgehen, inwiefern die Solidarische Landwirtschaft an historische Formen des gemeinschaftlichen Gartenbaus im Wendland anknüpft – und wo sie neue Wege geht.
Wir freuen uns auf SoLaWi-Initiativen, Interessierte und einen lebendigen Austausch.
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