Art-Quilt-Ausstellung „Fantasie in Vielfalt“

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Art-Quilt von Karin Flacke

 

Früher waren Spinnstuben Treffpunkte altmärkischer Bäuerinnen. Spinnstuben gibt es nicht mehr, doch das gemeinsame Handarbeiten und Erzählen ist den Quilt- und Patchworkerinnen um Karin Flacke auch heute regelmäßige Treffen wert. Die aktive Sportlerin und pensionierte Lehrerin ist die Zentralfigur des Quiltens in und um Salzwedel herum. Ideale Reitbedingungen lockten die Mutter von vier Kindern nebst Ehemann und Pferden nach Dahrendorf. Aus dem westfälischen Bünde zog es sie 1996 in den nordwestlichen Zipfel des Altmarkkreises.

"Patchen ist eine Seuche, eine Stunde an der Nähmaschine so wie ein guter Kaffee nach einem langen Tag", sagt Karin Flacke, die Vorsitzende des Handarbeitsvereins Patch e.V. in Dahrendorf ist. Im Kulturgut Osterwohle zeigte sie 1997 zum ersten Mal ihre Arbeiten. Sie begeisterte das Salzwedeler Kulturamt vom Quilten als Ausstellungsthema, so dass regelmäßig die so genannte Biennale der Textilkunst, die "Tradition und Moderne", in Salzwedel gastiert. Neben kreativem Wirken und dem Ausstellungsmanagement ist ihr die Gemeinschaft mit gleichgesinnten Patcherinnen besonders wichtig. Sie pflegt einfaches Landleben – in seiner schönsten Facette, ganz in der Tradition der historischen Spinnstuben.

(Text: cn)

Rundlingsmodell im Maßstab 1:87

Rundlingsmodell 

Rundlingsmodell von Klaus Hummitzsch

 

Das Rundlingsmuseum ist um eine ganz besonderere Attraktivität reicher: Klaus Hummitzsch, passionierter Modellbauer aus Sellien, stellt seinen fiktiven Rundling im Maßstab 1:87 aus.

Das 160 x 130 cm große Modell zeigt verschiedenste Gebäude aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, darunter ein Zweiständerhaus aus Breese im Bruche, ein Dreiständerhaus aus Küsten und ein Vierständerhaus aus Lübeln. Gühlitz wird durch ein Kossaterhaus, Jameln durch eine Weberkate und Langendorf durch eine Durchfahrtscheune repräsentiert. Zu finden sind auch die Lübelner Kapelle, die auf dem Museumsgelände wiederaufgebaute Schmiede aus Prisser, Feldscheunen sowie eine modernisierte Kate aus Sellien und Nurdach-Ferienhäuser.

Der fantasievoll komponierte Rundling besteht aber nicht nur aus schmucken Häusern und und üppigem Grün, viele winzige Menschen und Tiere beleben das erdachte Musterdorf. Miniatur-Gärtner und ein Hufschmied bei der Arbeit sind ebenso zu entdecken wie Pferdegespanne, Traktoren und Autos. Alle paar Zentimeter warten originelle Überraschungen auf die Betrachter dieser kleinen Wunderwelt, die Klaus Hummitzsch liebevoll in monatelanger Handarbeit geformt hat.

Die Ausstellung wird am 8. April 2017 eröffnet und ist dann bis zum Ende der Saison in der Durchfahrtscheune des Rundlingsmuseums Wendlandhof Lübeln zu sehen.

Bilderausstellung bäuerliches Leben

 

Bäuerliches Leben im wendländischen Rundling von 1910 bis 1930

 

Ausstellung von Torsten Schoepe und Burghard Kulow

Baeuerliches Leben 

Vor rund zehn Jahren rief Torsten Schoepe die Fotodatenbank www.wendland-archiv.de ins Leben. Seitdem haben er und Burghard Kulow sie mit mehr als 19.000 historischen Aufnahmen aus Lüchow-Dannenberg gefüllt. Eine kleine Auswahl der gesammelten Bilddokumente ist nun im Rundlingsmuseum zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das bäuerliche Leben im Wendland in der Zeit von 1910 bis 1930. 20 Ausstellungsposter illustrieren beispielsweise die Themen „Wohnen und Arbeiten im Hallenhaus“, „Kühe als Arbeitstiere“, „An der Dreschmaschine“ oder „Große Wäsche“.

Vor rund 100 Jahren reisten Fotografen über die Dörfer und nahmen die Familien mit ihren Höfen auf Glasplatten auf. Jede Familie, die es sich irgendwie leisten könnte, ließ sich ablichten. Der Zeitaufwand für diese Außenaufnahmen war enorm. Denn der Fotograf hat Ansprüche an den Aufbau und der Bauer will seinen Betrieb darstellen: sein Gespann, sein Haus und seine Leute. Der Aufbau und die Kleidung zeigen die Hierarchie der Belegschaft.

Neben solchen aufwändig inszenierten Aufnahmen liegen spätestens ab den 1920er Jahren auch private Hobbyfotografien vor. Diese „Schnappschüsse“ zeigen trotz möglicherweise geringerer Fotoqualität ungeschminkte Szenen des dörflichen Lebens.

Burghard Kulow traf die Bildauswahl und verfasste die knappen erläuternden Ausstellungstexte, Torsten Schoepe gestaltete und produzierte die Poster. Die beiden wollen ihre Ausstellung als Anerkennung für die zahlreichen Bildgeber verstanden wissen, die der Online-Datenbank – und damit der Öffentlichkeit – in den zurückliegenden Jahren Bildmaterial zum Reproduzieren zur Verfügung gestellt haben.

(Text: Jenny Raeder)

Bilderausstellung "Parums Welt"

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Johann Parum-Schultze war Bauer, Dorfschulze, Chronist und der letzte „Ohrenzeuge“ der wendländischen Sprache.

 

Die Bilder der Süthener Malerin Heide Kowalzik – in Acryl gemalt und schwarz-weiß gehalten – zitieren aus seinen Handschriften, zeigen die Tierwelt und das tägliche Leben seiner Zeit.

 

Die Bilderausstellung ist vom 1. April bis 31. Oktober 2017 während der Öffnungszeiten im Museum zu sehen.

 

Wendland-Bilder aus der Anfangszeit der Fotografie

 

 

Rund vier Jahre lang hat eine Arbeitsgruppe des Rundlingsvereins daran gearbeitet, diese Ausstellung möglich zu machen. Sie zeigt einerseits die historischen Aufnahmen, stellt ihnen aber auch jeweils zeitgenössische Ansichten gegenüber und ergänzt sie mit Berichten über das dörfliche Leben jener Zeit. Vergrößerungen von Ausschnitten geben die Möglichkeit, Arbeitsgeräte oder Trachtenteile genauer zu betrachten.

 

Begleitend zur Ausstellung hat der Rundlingsverein eine 150 Seiten umfassende Publikation heraus gegeben.

Weitere Infos zur Ausstellung und zur Publikation finden Sie unter: „Veranstaltungsberichte 2016“.

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Ausstellung Wendländische Trachten

 

Im Trachtenhaus

finden seit 2005 unsere "Wendländischen Trachten" einen gebührenden Platz. Das umgebaute, ehemalige Stallgebäude gehört zur ursprünglichen Hofstelle des Museums. Eine besondere Auswahl an Festtags- und Arbeitstrachten, Hauben und Schmuckbänder sind in Glasvitrinen und Ausstellungsschränken zu besichtigen. Unsere Trachtensammlung ist eine Dauerleihgabe der Bevölkerung und des "Wendländischen Geschichts- und Altertumsvereins". Eine feine Austellung, die uns Einblicke gewährt, wie die Bekleidung unserer Vorfahren bei Familienfeiern, Festtagen und bei der Feldarbeit aussah.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Rainer Erhard

 

 

Vom Sonnenrad zur Wendlandsonne -

 

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Eindrucksvoll und äußerst informativ werden auf verschiedenen Plakaten Themen wie die Zwei-, Drei- und Vierständerbauweise der Hallenhäuser erläutert. Dem Besucher werden die Bedeutung des Zierfachwerks, der Blumen- und Schmuckornamente wie Pferdeköpfe, "Wendenknüppel" und andere Giebelpfähle sowie die die unterschiedlichen Inschriften, die die Häusergiebel schmücken, verdeutlicht.

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Die Ausstellung wurde zusammengestellt von Burghard Kulow, Dirk Wübbenhorst, Henning Starke, Knut Hose und Monika Scholdei-Klie und ist eine Veranstaltung des Rundlingsvereins e.V. und der IG Bauernhaus.

Die einzelnen Bildmotive geben einen Einbilck in die Ausstellung.

www.rundlingsverein.de

 

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Die Ausstellung ist im Eingangsgebäude des Rundlingsmuseums zu besichtigen.

(Fotos und Text: Rundlingsverein e.V.)


 

 

Ausstellung Hut-und Haubenschachteln

 

 

Das Museum öffnet sein Archiv und präsentiert eine Auswahl

von unterschiedlichen Hut- und Haubenschachteln, individuell

bemalt mit bäuerlichen Motiven.
Die Austellung beinhaltet Exponate ab 1778.
 

                                             Spruch auf der Schachtel:

                                             "Lieschen sagt es ist egal
                                             wir tanzen englisch oder

                                             wir jägern dreymahl"

 

 

 

 

 

 

                   

                   

 

                 Spruch auf der Schachtel:

                 "Haben wir gleich wenig Geld

                 das vergnügt doch die Welt"

 

 

 

 

 

Fotos: Archiv Rundlingsmuseum

Diese Ausstellung ist im Eingangsgebäude des Rundlingsmuseums zu besichtigen.